Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Volker Arnke, M.A.

Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit

Universität Osnabrück
Neuer Graben 19/21
49074 Osnabrück

Raum 03/125

Tel. + 49 (0) 541 969 6021

volker.arnke@uni-osnabrueck.de

Forschungsschwerpunkte

  • Kulturhistorische Friedensforschung
  • Geschichte des Westfälischen Friedenskongresses
  • Landes- und Stadtgeschichte Osnabrücks
  • Konfessionelle Konflikte
 

Publikationen und Vorträge

Herausgeberschaften

Aufsätze

  • Konfession und Politik. Die Dynastiepolitik des Hauses Braunschweig-Lüneburg und das Hochstift Osnabrück 1716–1760, in: Susanne Tauss/Ulrich Winzer (Hg.), Miteinander leben? Reformation und Konfession im Fürstbistum Osnabrück 1500-1700, Münster/New York 2017, S. 111-125.
  • Zusammen mit Heinrich Schepers, Einleitung. Studentische Forschungen für die Osnabrücker Landes- und Stadtgeschichtsschreibung, in: Volker Arnke/Heinrich Schepers (Hg.), "Zu wißen und kundt sey hiemit...". Neue Erkenntnisse zur Osnabrücker Landes- und Stadtgeschichte aus studentischen Forschungen, Osnabrück 2014, S. 1-8. Neuausgabe als eBook im epOs-Verlag, Osnabrück 2016.
  • Konfessionskonflikt, Machtpolitik und Verfassung. Der Streit um das Konsistorialäquivalent im Fürstbistum Osnabrück nach 1648/50, in: Volker Arnke/Heinrich Schepers (Hg.), "Zu wißen und kundt sey hiemit...". Neue Erkenntnisse zur Osnabrücker Landes- und Stadtgeschichte aus studentischen Forschungen, Osnabrück 2014, S. 11-45. Neuausgabe als eBook im epOs-Verlag, Osnabrück 2016.
  • Zusammen mit Teresa Minnich und Heinrich Schepers, Stadt und Garnison. Das Verhältnis von Bürgerschaft und landesherrlichen Soldaten in Osnabrück unter Ernst August I. (reg. 1662-1698), in: Volker Arnke/Heinrich Schepers (Hg.), "Zu wißen und kundt sey hiemit...". Neue Erkenntnisse zur Osnabrücker Landes- und Stadtgeschichte aus studentischen Forschungen, Osnabrück 2014, S. 155-184. Neuausgabe als eBook im epOs-Verlag, Osnabrück 2016.
  • Frieden in der Reichspublizistik. Nicolaus Schaffshausens Werk als Beispiel für Friedenskonzepte im Römisch-Deutschen Reich zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in: Inken Schmidt-Voges/Siegrid Westphal/Volker Arnke/Tobias Bartke (Hg.), Pax perpetua. Neuere Forschungen zum Frieden in der Frühen Neuzeit, München 2010, S. 219-240.
  • "Aus demb Friede in newe unruhe". Der Osnabrücker Jesuitenstreit nach dem Westfälischen Frieden aus der Sicht des Stadtrats und Ernst Augusts II., in: Osnabrücker Mitteilungen 113 (2008), S. 77-109.
  • Zusammen mit Tobias Bartke, Kristine Greßhöner, Sabine Hofer und Manuela Kanies, "Edle Knaben in Tugend und Sitten". Qualifikation und Aufgaben der Pagen am Hofe Franz Wilhelms von Wartenberg, in: Susanne Tauss (Hg.), Der Rittersaal der Iburg. Zur fürstbischöflichen Residenz Franz Wilhelms von Wartenberg. Beiträge der wissenschaftlichen Tagung vom 7. bis 9. Oktober 2004 auf Schloss Iburg, Göttingen 2007, S. 195-212.

Kleine Beiträge und Artikel

Berichte und Rezensionen

  • Rez. v. Nicolas Rügge, Die Hexenverfolgung in der Stadt Osnabrück: Überblick – Deutungen – Quellen (Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen 56), Osnabrück 2015, in: Osnabrücker Mitteilungen 121 (2016), S. 285-287.
  • Rez. v. Alexander Weber, Konfessionelle Konflikte nach dem Westfälischen Frieden. Die Religionsbeschwerden der katholischen Kirche des Herzogtums Kleve im 18. Jahrhundert, Hamburg 2013, in: Osnabrücker Mitteilungen 119 (2014), S. 197f.
  • Tagungsbericht Frieden durch Sprache? 01.09.2010-03.09.2010, Mainz, in: H-Soz-u-Kult, 16.11.2010, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3374.
  • Tagungsbericht Sweden-Holy Roman Empire. Modern Cultural and Legal Transfer in a wider European Perspective. 04.06.2010, Osnabrück, in: H-Soz-u-Kult, 19.07.2010, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3199.
  • Tagungsbericht Adel und Umwelt. Horizonte, Erfahrungen und Wahrnehmungen adeliger Existenz in der Frühen Neuzeit. 08.03.2007-10.03.2007, Börstel, in: H-Soz-u-Kult, 11.06.2007, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1603.

Vorträge

  • Implementing the 1648 religious agreements in practice: Confessional Conflict and Coexistence in the Prince-Bishopric of Osnabrück - a Case-study, Vortrag am 11. Mai 2016 im Rahmen der Seminarserie 'A Westphalia for the Middle East' der Universität Cambridge und des King's College London.
  • Konfession und Politik. Dynastische Einflussnahme auf das Hochstift Osnabrück nach 1648, Vortrag am 5. März 2016 im Rahmen der Tagung 'Miteinander leben? Reformation und Konfession im Fürstbistum Osnabrück 1500-1700' in Osnabrück (3.-5. März 2016).
  • Der Westfälische Frieden und Osnabrück, Vortrag am 18. September 2013 im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses.
  • Das Fürstbistum Osnabrück und der Dreißigjährige Krieg, Vortrag am 6. Dezember 2012 in Glandorf.
  • De pace. Frieden in der Reichspublizistik, mehrere Vorträge zum Thema des Dissertationsprojekts.

Vita

  • Juli 2010-Dezember 2010: Stipendiat am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz
  • April 2009-September 2009: Stipendiat der Rolf und Ursula Schneider-Stiftung an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Seit 2005: Anstellung am Interdisziplinären Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) und am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück als studentische & wissenschaftliche Hilfskraft sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter u.a. im Forschungsprojekt "Friedensbildung. Das juristische Wissen um Frieden im Alten Reich und in Schweden um 1600"
  • 2002-2006: Studium der Fächer Geschichte, Literaturwissenschaft und Medien (Fernsehen und Film) an der Universität Osnabrück

Mitgliedschaften

  • Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung
  • Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands
  • Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück

Promotionsprojekt (abgeschlossen)

De pace: Friedenswissen und Reichspublizistik zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Nicolaus Schaffshausens Friedensschriften

Ausgehend von einer grundlegenden Bedeutung der Politiktheorie für Friedensschaffung und -wahrung und für das Vertragswerken zugrunde liegende Friedenswissen untersucht die Studie politiktheoretische Schriften zur Friedensthematik aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Dabei geht es zum einen darum, anhand der Methode der Historischen Semantik Funktion und Bedeutung des in der damaligen akademischen Literatur verwendeten Friedensbegriffs herauszuarbeiten. Zum anderen wird aus ideengeschichtlicher Perspektive die Behandlung des innergesellschaftlichen Friedens in den thematisierten Schriften analysiert, um den spezifischen politischen Kontext des Römisch-Deutschen Reichs zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges einbeziehen und in den Blick nehmen zu können.

Während multilaterale Friedensschlüsse und das diesen zugrunde liegende "moderne" Völkerrecht, das sich seit Beginn des 17. Jahrhunderts herausbildete (z.B. Hugo Grotius, De iure belli ac pacis, Paris 1625), bereits erforscht sind oder aktuell Erforschung erfahren, stellen die politiktheoretischen Grundlagen des innergesellschaftlichen Friedens dieser Zeit weitgehend ein Forschungsdesiderat dar. Insbesondere vor dem Hintergrund der bedeutenden verfassungsrechtlichen Normengebungskompetenz des Westfälischen Friedens für das Römisch–Deutsche Reich nach dem Dreißigjährigen Krieg gilt es diese Forschungslücke zu schließen. Für den innerreichischen Kontext spielte das Völkerrecht eine weniger wichtige Rolle. Als entscheidend muss vielmehr das sich seit etwa 1600 herausbildende ius publicum imperii romano–germanici angenommen werden, in dessen Kontext die analysierten politiktheoretischen Schriften ebenso eingeordnet werden wie in den der Reichspublizistik. Letztere diskutierte vornehmlich die politische Form des Reichs und damit die Verortung der Macht im Reich. Ihre Vertreter werden von der heutigen Forschung im Wesentlichen drei Gruppen zugeordnet, die zum ersten von einer rein monarchischen, zum zweiten von einer gemischten (status mixtus) und zum dritten von einer aristokratischen Gestalt des Reichs ausgingen. Die in der Untersuchung thematisierten Schriften - der Schwerpunkt liegt auf Nicolaus Schaffshausens De pace (Wittenberg 1629 und 1632 sowie Hamburg 1640) – lassen sich in den Kontext der Reichspublizistik stellen, da sie die angedeutete Diskussion insbesondere mit einem Fokus auf das herrschaftliche ius belli ac pacis aufgreifen.

Vor diesem Hintergrund geht die Untersuchung folgenden Fragen nach:

  • Welche Friedensvorstellungen lagen der Politiktheorie der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zugrunde?
  • Inwiefern lassen sie sich in die reichspublizistische Debatte um die Souveränität (maiestas, potestas) im Reich und dessen Gestalt einordnen?
  • Warum wurden Aspekte des ius publicum imperii im Kontext der Friedensthematik abgehandelt?
  • Inwiefern lassen sich Bezüge zu den politischen Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges feststellen?