Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Herzlich willkommen auf der Homepage des IKFN der Universität Osnabrück!

Das IKFN widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800). Es gehört damit zu den wenigen deutschen Forschungseinrichtungen, die sich explizit der Frühen Neuzeit zuwenden und für ein möglichst facettenreiches Bild die verschiedenen Blickwinkel und Erkenntnisinteressen mehrerer geisteswissenschaftlicher Disziplinen bündeln. Insgesamt kooperieren im IKFN neun Fächer: Geschichte, germanistische Literaturwissenschaft, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik, Latinistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, evangelische Theologie und katholische Theologie.

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Aktuelles

Lehrprojekt

HörWissen. Forschen – Inszenieren – Verklanglichen

Das interdisziplinäre Projekt HörWissen. Forschen – Inszenieren – Verklanglichen wird von der Universität Osnabrück im Rahmen des Programms LehrZeit gefördert. Studierende und Lehrende der Germanistik, der Geschichte und der Musik konzipieren gemeinsam im WiSe 2018/19 ein Hörspielseminar, das im SoSe 2019 als Projektseminar mit Studierenden der drei Fachrichtungen durchgeführt wird. Unterschiedliche historische Quellen werden dramaturgisch arrangiert und mit Stimmen, Geräuschen und Ton verklanglicht. Mit dem Projekt soll ein interdisziplinäres und praxisorientiertes Lehrformat etabliert werden, das es Studierenden ermöglicht, bereits während des Studiums mögliche Berufsfelder kennenzulernen (Medien/Hörfunk, Wissenschaftskommunikation, Dramaturgie) und ihr Wissen transdisziplinär, praxis- und projektorientiert anzuwenden. Eine ausführliche Projektbeschreibung finden Sie hier: [Link]

Vortrag | 12. Dez. 2018 | 18:15 Uhr

Visuelle Evidenz. Augenscheinkarten als Beweismittel vor dem  Reichskammergericht (1495-1806).

Prof. Dr. Anette Baumann (Gießen)

1579 ließen Johann Graf von Schwarzenberg und Sigmund von Vestenberg in einem Streit um ihre Herrschaftsrechte für den Prozess am Reichskammergericht je eine handgemalte Karte anfertigen. Sie wollten damit ihren jeweiligen Herrschaftsanspruch beweisen. Beide Karten übersetzten die subjektive Wahrnehmung der Prozessparteien in ein visuelles Medium. Sie waren ein wesentlicher Bestandteil der Prozessführung und dienten als Entscheidungsgrundlage im Sinne von Evidenz. Juristen spielten in der Entwicklung dieser neuen Beweiskultur eine entscheidende Rolle, da sie in der Frühen Neuzeit zuerst Codes von Unparteilichkeit entwickelten. Der Vortrag wird Landkarten des Reichskammergerichts als Beispiel für die neue Beweisführung untersuchen, im Zuge dessen Fragen der gegenwärtigen Wissenschaftsgeschichte zu Tatsachen, Evidenz, Objektivität und Beweis aufgreifen und speziell nach der Evidenz von visualisierten Darstellungen im Recht innerhalb des Heiligen Römischen Reiches fragen.

Mittwoch, 12. Dezember 2018
Universitätsbibliothek Osnabrück
Alte Münze 16
Zimeliensaal, Raum 09/114
Zeit: 18:15 Uhr

Zum Plakat des Vortrags

Ausstellung zum Dreißigjährigen Krieg

»FriedensFreud und Krieges-Leid« – Altdrucke aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges

’s ist leider Krieg – und ich begehre / Nicht schuld daran zu sein!
Eineinhalb Jahrhunderte, bevor Matthias Claudius die Schrecken des Krieges besang, hatte der Dreißigjährige oder "Teutsche" Krieg weite Landstriche verheert, Städte und Menschen zerstört, eine tiefe Sehnsucht geweckt nach Frieden.
Einblicke in »FriedensFreud und Krieges-Leid« gewährt die Ausstellung gleichen Titels, die von Studierenden und Doktorandinnen der Geschichtswissenschaft um Professorin Siegrid Westphal in Zusammenarbeit mit der UB und dem Forschungszentrum IKFN erarbeitet wurde.
Alte Drucke aus dem Bestand der Universitätsbibliothek (Standort S-4), weitere Quellen in Text und Bild sowie von den Ausstellungsmacherinnen verfasste Erläuterungen zu den thematischen Stationen und zu einzelnen Exponaten dokumentieren das mediale Echo von Schlüsselereignissen des Dreißigjährigen Krieges, seiner Etappen und Persönlichkeiten in der vielfältigen und regen Publizistik der Epoche.

17. Oktober 2018 – 19. Januar 2019
Universitätsbibliothek Osnabrück
Alte Münze 16/Kamp
Foyer
Mo-Fr  9-22 Uhr, Sa 11-18 Uhr

Weitere Informationen

Zum Plakat der Ausstellung

 

 

Filmankündigung

1648 – Der lange Weg zum Frieden. Wie der 30jährige Krieg beendet wurde

Unvorstellbare dreißig Jahre lang verwüsteten ab 1618 Heerführer und marodierende Söldnertruppen halb Europa Doch dieser Krieg um Glauben und Macht auf dem Kontinent wird nicht auf dem Schlachtfeld entschieden, sondern erstmals am Verhandlungstisch. Das Doku-Drama konzentriert sich auf die Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück und seine wichtigsten Akteure. Damit rückt es erstmals die Friedensmacher in den Mittelpunkt einer filmischen Beschäftigung mit dem Dreißigjährigen Krieg.

Zum Filmtrailer

Neuerscheinung

Olga Weckenbrock: "Ritterschaft und Reformation. Der niedere Adel im Mitteleuropa des 16. und 17. Jahrhunderts"

Der Band entfaltet ein Panorama von vielschichtigen Handlungsspielräumen des niederen Adels im Reformationszeitalter und zeigt, wie dieser Stand das konfessionelle Geschehen in seinem lokalen Einflussbereich mitgestaltete und prägte. Die neun Beiträge präsentieren die Ergebnisse des gleichnamigen Workshops, der im Oktober 2014 am Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück veranstaltet wurde.
Der Band ist Teil der Schriftenreihe Refo500 Academic Studies (R5AS), die von Herman J. Selderhuis unter anderem in Zusammenarbeit mit Siegrid Westphal (Forschungszentrum IKFN) herausgegeben wird.

Weitere Informationen

 

Neuerscheinung

Volker Arnke: "Vom Frieden" im Dreißigjährigen Krieg
Nicolaus Schaffshausens "De Pace" und der positive Frieden in der Politiktheorie

In der Politiktheorie zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges dominierte ein negatives Friedensverständnis. Krieg prägte die prominenten Werke wie etwa Hugo Grotius‘ De iure belli ac pacis. Dass es aber auch Schriften gab, die den Frieden aktiv fokussierten, wie z.B. Nicolaus Schaffshausens De pace, ist der Forschung bislang entgangen. Hier setzt die Studie an und fragt danach, welche positiven Friedensvorstellungen und -konzepte damals existierten.

Weitere Informationen.

Kooperationspartner

Zentrum für Historische Friedensforschung
Universität Bonn

Studienzentrum
Venedig

Frankreichzentrum
der FU Berlin

Herzog August
Bibliothek

Museumsdorf
Cloppenburg

Uni Bologna
 

Uni Oldenburg
 

REFO 500
 

Uni Amiens
 

Uni Bordeaux III
 

Shakespeare
Gesellschaft

Forschungsbibliothek
Gotha