Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Herzlich willkommen auf der Homepage des IKFN der Universität Osnabrück!

Das IKFN widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800). Es gehört damit zu den wenigen deutschen Forschungseinrichtungen, die sich explizit der Frühen Neuzeit zuwenden und für ein möglichst facettenreiches Bild die verschiedenen Blickwinkel und Erkenntnisinteressen mehrerer geisteswissenschaftlicher Disziplinen bündeln. Insgesamt kooperieren im IKFN neun Fächer: Geschichte, germanistische Literaturwissenschaft, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik, Latinistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, evangelische Theologie und katholische Theologie.

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Aktuelles

Ankündigung

Die Gemeinsame Forschungsbibliothek IKFN/IMIS ist ab dem 8. Juli
geschlossen. Der Bestand des IKFN (S-4) wird spätestens ab Oktober 2019
im Untergeschoss der Alten Münze wieder verfügbar sein.

Vortrag

Sonntag, 07.07.2019 - „Wenn euch der Himmel nicht aus diesen Steinen (Hollenberg und seines gleichen) Mathematiker erweckt, so bekommen wir keine." – Der Landbauverwalter Hollenberg zu Osnabrück

Dr. Winfried Siebers (Potsdam)

Georg Heinrich Hollenberg (1752-1831) arbeitete nach seinem Studium in Göttingen für die Osnabrücker Regierung als Landbauverwalter und Oberlandbaumeister. Mit der klassizistischen Fassade der ,,Hirschapotheke“ sowie weiterer Gebäude in und um Osnabrück hat der Architekt Hollenberg sichtbare Zeugnisse seiner Arbeit hinterlassen. Über dessen Wirken als Osnabrücker Stadtbaumeister hält der Historiker und Schriftsteller Dr. Winfried Siebers (Potsdam) im Rahmen der öffentlichen Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft einen Vortrag. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Beginn: 10:00 Uhr s.t. im Zimeliensaal (Raum 09/114) der Universitätsbibliothek Osnabrück, Alte Münze 16.

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Vortrag

Mittwoch, 25.06.2019 • Mehr materiell als virtuell? Die Miniaturwelt der Auguste Dorothea von Schwarzburg (1666–1751)

Dr. Annette C. Cremer (Gießen/Cambridge)

Als Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg wird Auguste mit dem Schwarzburger Grafen Anton
Günther II., einem begeisterten Numismatiker, vermählt. Die Ehe bleibt kinderlos und das zu
regierende Territorium klein und politisch ohne Macht. Über sechzig Jahre ihres Lebens konstruiert
Auguste gemeinsam mit ihrem Hofstaat die Puppenstadt ‚Mon Plaisir‘ mit über 80 Szenen, mehreren
Tausend Objekten und heute noch erhaltenen 400 Figurinen. Auguste schuf damit ein
dreidimensionales Portrait einer mitteldeutschen Residenzstadt in der ersten Hälfte des 18.
Jahrhunderts. Vor allem jedoch schuf sie einen idealen gedanklichen Ort in ihrer Miniaturwelt, denn
ihre eigene Lebensrealität war mitunter völlig verschieden von dem Bild, das sie uns davon hinterließ.

Beginn: 18:15 Uhr Schloss (Raum 11/212) der Universität Osnabrück Neuer Graben 29/Schloss.

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Vortrag

Mittwoch, 05.06.2019 • »Tra i laberinti vivaci«. Selbstbewusste BewegungenBarbara
Strozzis im Venedig des 17. Jahrhunderts

Prof. Dr. Sabine Meine (Köln)

Das 400. Geburtsjahr von Barbara Strozzi (geb. 1619) ist Anlass, über die selbstbewussten
Bewegungen der Sängerin und Komponistin im Venedig des 17. Jahrhunderts nachzudenken.
Ausgehend von der Kritik eines Zeitgenossen, der seiner Begeisterung über die „vitalen Labyrinthe“
von Barbaras Gurgel Ausdruck verlieh, zielt der Vortrag auf die labyrinthischen Innenräume Venedigs,
die dank der außerordentlichen Topographie der Inselstadt und einer hohen kulturellen Dichte in der
Frühen Neuzeit ein besonders kreatives Potential innehatten. Das Leben und Wirken Barbara
Strozzis, als (Adoptiv-)Tochter des renommierten Akademikers Giulio Strozzi, wie auch ihre
selbstbewussten Kompositionen, die sie sich als Sängerin offenbar selbst auf den Leib schrieb, sind
als selbstbewusste Bewegungen in venezianischen Innenräumen zu betrachten.

Beginn: 18:15 Uhr im Zimeliensaal (Raum 09/114) der Universitätsbibliothek Osnabrück
Alte Münze 16.

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Workshop

"Laufende Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" am 7. Juni 2019

PD Dr. Niggemann, Prof. Dr. Rohrschneider, Prof. Dr. Westphal

Das Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg (PD Dr. Niggemann), das Zentrum für Historische Friedensforschung der Universität Bonn (Prof. Dr. Rohrschneider) und das Interdisziplinäre Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück (Prof. Dr. Westphal) veranstalten am 7. Juni einen gemeinsamen Workshop für Doktorand*innen und Habilitant*innen. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, Teilnahme nur auf EInladung.

Das Programm finden Sie hier.

Lehrprojekt

HörWissen. Forschen – Inszenieren – Verklanglichen

Das interdisziplinäre Projekt HörWissen. Forschen – Inszenieren – Verklanglichen wird von der Universität Osnabrück im Rahmen des Programms LehrZeit gefördert. Studierende und Lehrende der Germanistik, der Geschichte und der Musik konzipieren gemeinsam im WiSe 2018/19 ein Hörspielseminar, das im SoSe 2019 als Projektseminar mit Studierenden der drei Fachrichtungen durchgeführt wird. Unterschiedliche historische Quellen werden dramaturgisch arrangiert und mit Stimmen, Geräuschen und Ton verklanglicht. Mit dem Projekt soll ein interdisziplinäres und praxisorientiertes Lehrformat etabliert werden, das es Studierenden ermöglicht, bereits während des Studiums mögliche Berufsfelder kennenzulernen (Medien/Hörfunk, Wissenschaftskommunikation, Dramaturgie) und ihr Wissen transdisziplinär, praxis- und projektorientiert anzuwenden. Eine ausführliche Projektbeschreibung finden Sie hier:

Weitere Informationen

Neuerscheinung

Olga Weckenbrock (Hg.): "Ritterschaft und Reformation. Der niedere Adel im Mitteleuropa des 16. und 17. Jahrhunderts"

Der Band entfaltet ein Panorama von vielschichtigen Handlungsspielräumen des niederen Adels im Reformationszeitalter und zeigt, wie dieser Stand das konfessionelle Geschehen in seinem lokalen Einflussbereich mitgestaltete und prägte. Die neun Beiträge präsentieren die Ergebnisse des gleichnamigen Workshops, der im Oktober 2014 am Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück veranstaltet wurde.
Der Band ist Teil der Schriftenreihe Refo500 Academic Studies (R5AS), die von Herman J. Selderhuis unter anderem in Zusammenarbeit mit Siegrid Westphal (Forschungszentrum IKFN) herausgegeben wird.

Weitere Informationen

 

Neuerscheinung

Volker Arnke: "Vom Frieden" im Dreißigjährigen Krieg
Nicolaus Schaffshausens "De Pace" und der positive Frieden in der Politiktheorie

In der Politiktheorie zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges dominierte ein negatives Friedensverständnis. Krieg prägte die prominenten Werke wie etwa Hugo Grotius‘ De iure belli ac pacis. Dass es aber auch Schriften gab, die den Frieden aktiv fokussierten, wie z.B. Nicolaus Schaffshausens De pace, ist der Forschung bislang entgangen. Hier setzt die Studie an und fragt danach, welche positiven Friedensvorstellungen und -konzepte damals existierten.

Weitere Informationen.

Kooperationspartner

Zentrum für Historische Friedensforschung
Universität Bonn

Studienzentrum
Venedig

Frankreichzentrum
der FU Berlin

Herzog August
Bibliothek

Museumsdorf
Cloppenburg

Uni Bologna
 

Uni Oldenburg
 

REFO 500
 

Uni Amiens
 

Uni Bordeaux III
 

Shakespeare
Gesellschaft

Forschungsbibliothek
Gotha