Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Herzlich willkommen auf der Homepage des IKFN der Universität Osnabrück!

Das IKFN widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800). Es gehört damit zu den wenigen deutschen Forschungseinrichtungen, die sich explizit der Frühen Neuzeit zuwenden und für ein möglichst facettenreiches Bild die verschiedenen Blickwinkel und Erkenntnisinteressen mehrerer geisteswissenschaftlicher Disziplinen bündeln. Insgesamt kooperieren im IKFN neun Fächer: Geschichte, germanistische Literaturwissenschaft, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik, Latinistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, evangelische Theologie und katholische Theologie.

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Aktuelles

Vortrag

Mittwoch, 05.06.2019 • »Tra i laberinti vivaci«. Selbstbewusste BewegungenBarbara
Strozzis im Venedig des 17. Jahrhunderts

Prof. Dr. Sabine Meine (Köln)

Das 400. Geburtsjahr von Barbara Strozzi (geb. 1619) ist Anlass, über die selbstbewussten
Bewegungen der Sängerin und Komponistin im Venedig des 17. Jahrhunderts nachzudenken.
Ausgehend von der Kritik eines Zeitgenossen, der seiner Begeisterung über die „vitalen Labyrinthe“
von Barbaras Gurgel Ausdruck verlieh, zielt der Vortrag auf die labyrinthischen Innenräume Venedigs,
die dank der außerordentlichen Topographie der Inselstadt und einer hohen kulturellen Dichte in der
Frühen Neuzeit ein besonders kreatives Potential innehatten. Das Leben und Wirken Barbara
Strozzis, als (Adoptiv-)Tochter des renommierten Akademikers Giulio Strozzi, wie auch ihre
selbstbewussten Kompositionen, die sie sich als Sängerin offenbar selbst auf den Leib schrieb, sind
als selbstbewusste Bewegungen in venezianischen Innenräumen zu betrachten.

Beginn: 18:15 Uhr im Zimeliensaal (Raum 09/114) der Universitätsbibliothek Osnabrück
Alte Münze 16.

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Vortrag

Mittwoch, 22.05.2019 • Aus allen Teilen der Welt. Frühneuzeitliche Sammlungen als
Zentren des Wissens (1550–1650)

Dr. Marika Keblusek (Leiden)

Der Vortrag stellt frühneuzeitliche Sammlungen von exotica, naturalia und mirabilia vor. Diese
Sammlungen fungierten als Zentren des Wissens im frühneuzeitlichen Europa. Im Fokus des Vortrags
steht die Sammlung des niederländischen Gelehrten und Mediziners Bernardus Paludanus
(1500–1633). Sein internationales Netzwerk aus Kaufleuten und Handelsvertretern erlaubte ihm, seine
Wunderkammer in der Hafenstadt Enkhuizen aufzubauen. Sie wurde für Gelehrte wie Fürsten (nicht
zuletzt aus Deutschland) zu einem regelrechten Knotenpunkt im komplexen Netz des Austausches
von bemerkenswerten Objekten wie gelehrtem Wissen.

Beginn: 18:15 Uhr im Zimeliensaal (Raum 09/114) der Universitätsbibliothek Osnabrück
Alte Münze 16.

Zum Plakat des Vortrags

Workshop

"Laufende Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" am 7. Juni 2019

PD Dr. Niggemann, Prof. Dr. Rohrschneider, Prof. Dr. Westphal

Das Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg (PD Dr. Niggemann), das Zentrum für Historische Friedensforschung der Universität Bonn (Prof. Dr. Rohrschneider) und das Interdisziplinäre Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück (Prof. Dr. Westphal) veranstalten am 7. Juni einen gemeinsamen Workshop für Doktorand*innen und Habilitant*innen. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, Teilnahme nur auf EInladung.

Das Programm finden Sie hier.

Lehrprojekt

HörWissen. Forschen – Inszenieren – Verklanglichen

Das interdisziplinäre Projekt HörWissen. Forschen – Inszenieren – Verklanglichen wird von der Universität Osnabrück im Rahmen des Programms LehrZeit gefördert. Studierende und Lehrende der Germanistik, der Geschichte und der Musik konzipieren gemeinsam im WiSe 2018/19 ein Hörspielseminar, das im SoSe 2019 als Projektseminar mit Studierenden der drei Fachrichtungen durchgeführt wird. Unterschiedliche historische Quellen werden dramaturgisch arrangiert und mit Stimmen, Geräuschen und Ton verklanglicht. Mit dem Projekt soll ein interdisziplinäres und praxisorientiertes Lehrformat etabliert werden, das es Studierenden ermöglicht, bereits während des Studiums mögliche Berufsfelder kennenzulernen (Medien/Hörfunk, Wissenschaftskommunikation, Dramaturgie) und ihr Wissen transdisziplinär, praxis- und projektorientiert anzuwenden. Eine ausführliche Projektbeschreibung finden Sie hier:

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Neuerscheinung

Olga Weckenbrock (Hg.): "Ritterschaft und Reformation. Der niedere Adel im Mitteleuropa des 16. und 17. Jahrhunderts"

Der Band entfaltet ein Panorama von vielschichtigen Handlungsspielräumen des niederen Adels im Reformationszeitalter und zeigt, wie dieser Stand das konfessionelle Geschehen in seinem lokalen Einflussbereich mitgestaltete und prägte. Die neun Beiträge präsentieren die Ergebnisse des gleichnamigen Workshops, der im Oktober 2014 am Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück veranstaltet wurde.
Der Band ist Teil der Schriftenreihe Refo500 Academic Studies (R5AS), die von Herman J. Selderhuis unter anderem in Zusammenarbeit mit Siegrid Westphal (Forschungszentrum IKFN) herausgegeben wird.

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Neuerscheinung

Volker Arnke: "Vom Frieden" im Dreißigjährigen Krieg
Nicolaus Schaffshausens "De Pace" und der positive Frieden in der Politiktheorie

In der Politiktheorie zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges dominierte ein negatives Friedensverständnis. Krieg prägte die prominenten Werke wie etwa Hugo Grotius‘ De iure belli ac pacis. Dass es aber auch Schriften gab, die den Frieden aktiv fokussierten, wie z.B. Nicolaus Schaffshausens De pace, ist der Forschung bislang entgangen. Hier setzt die Studie an und fragt danach, welche positiven Friedensvorstellungen und -konzepte damals existierten.

Weitere Informationen.

Kooperationspartner

Zentrum für Historische Friedensforschung
Universität Bonn

Studienzentrum
Venedig

Frankreichzentrum
der FU Berlin

Herzog August
Bibliothek

Museumsdorf
Cloppenburg

Uni Bologna
 

Uni Oldenburg
 

REFO 500
 

Uni Amiens
 

Uni Bordeaux III
 

Shakespeare
Gesellschaft

Forschungsbibliothek
Gotha