Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Frieden als Kommunikationsprozess

Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses

 

Im Sommer 1647 befand sich der Westfälische Friedenskongress in einer Krise und drohte gänzlich zu scheitern, als die kaiserliche Friedensproposition vom Juli 1647 (Trauttmansdorffianum) überparteiliche Ablehnung erfuhr. Die verhärteten Fronten brachen erst im November 1647 auf, als mit dem Würzburger Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn (1605–1673) ein kompromissbereiter Akteur den einflussreichen Mainzer Erzstuhl bestieg. Gemeinsam mit dem bayerischen Kurfürsten Maximilian I. (1573–1651) und führenden protestantischen Reichsständen, wie Sachsen-Altenburg und Braunschweig-Lüneburg, stand Kurfürst Schönborn im Zentrum der sogenannten Dritten oder Friedenspartei, der es gelang den Westfälischen Frieden gegen den Widerstand einiger intransigenter Reichsstände herbeizuführen.

Wie dies gelingen konnte, ist die Kernfrage des auf drei Jahre (2018 bis 2021) angelegten Forschungsprojektes. Dabei stehen die Gesandten der bislang kaum beachteten Dritten Partei, wie etwa der Würzburger Delegierte Johann Philipp von Vorburg oder die bayerischen Legaten Johann Christoph von Haslang und Johann Adolph Krebs, als handelnde Akteure im Zentrum des Interesses. Die Kommunikation, die sie v.a. mit ihren Dienstherren führten, wird unter Zuhilfenahme von Methoden der Verhandlungsforschung ausgewertet, um eine Antwort darauf finden zu können, auf Grund welcher Verhandlungstechniken und -strategien der Westfälische Frieden zu einem Erfolg werden konnte.

Projektleitung:

Prof. Dr. Siegrid Westphal

Bearbeiter:

Dr. des. Volker Arnke

Projektförderung:

2018-2021 Deutsche Forschungsgemeinschaft