Interdisziplinäres Institut
für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit
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     Zum aktuellen Institutsbericht (2006-2009)...

    Als das Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) 1992 gegründet wurde, war es eines der wenigen interdisziplinären Forschungsinstitute in Deutschland, welches sich speziell der Frühen Neuzeit widmete. Da vergleichbare Institute an französischen und amerikanischen Universitäten seit langem etabliert waren, hat das IKFN im Zusammenhang mit der Internationalisierung der deutschen Forschungslandschaft im Hinblick auf die Epoche der Frühen Neuzeit Pionierarbeit geleistet. Es führt die vielfältigen Forschungen der Geschichtswissenschaft, der Literatur- und Kunstgeschichte, der Musikwissenschaft, der Rechts- und Kirchengeschichte zusammen und hat so zu einer Auseinandersetzung mit der Frühen Neuzeit als Epoche über die Geschichtswissenschaft hinaus beigetragen. Daraus ergibt sich für das Forschungsprofil des IKFN, das das Institut grundsätzlich über die aktuellen politischen Grenzen hinaus denkt und arbeitet, sowohl im thematischen Zuschnitt der Projekte als auch bei seinen Kooperationspartnern.

    Ein Forschungsschwerpunkt liegt in der Bildungsgeschichte, was insbesondere in dem von 1993 bis 1999 von der DFG geförderten Graduiertenkolleg #Bildung in der Frühen Neuzeit# und Drittmittelprojekten zur Barockforschung deutlich wird. Gerade wegen ihrer christlich-humanistischen Wurzeln und ihrer nationalen wie konfessionellen Differenzierungen ist die Bildungsgeschichte des frühneuzeitlichen Europa ein herausragendes Beispiel, um grundlegende Gemeinsamkeiten und Differenzierungsprozesse im Kontext der europäischen Geschichte herauszuarbeiten. Auch die europäische Adelsgeschichte, die von Prof. Dr. Ronald Asch und Prof. Dr. Dagmar Freist am Institut etabliert wurde, zeichnet sich durch ihre europäische Perspektivierung aus. Prof. Dr. Siegrid Westphal setzt dies mit einem Drittmittelprojekt zur Adelskultur in Nordwestdeutschland fort.

    Einen zweiten Schwerpunkt bildet die kulturhistorische Friedensforschung, die sich vor allem im Anschluss an die wissenschaftliche Aufarbeitung des Westfälischen Friedens anschließt. Neben dem vielbeachteten internationalen Kongress 1998 zum 350-jährigen Jubiläum und drei Ausstellungen – "Was umb und umb wird kommen, soll frieden heißen" (1998), "Süß ist der Krieg den Unerfahrenen" (2003), und der "Hanseausstellung" (2006) – wird diese Forschungstradition in einem derzeit beantragten Forschungprojekt deutlich, das sich den Friedensvorstellungen und -bildern um 1600 widmet. Es werden dabei die Ausformungen und Wechselwirkungen von Friedensvorstellungen im Alten Reich, in Frankreich, den Niederlanden und Schweden in rechts-, ideen-, politik-, bildungs-, literatur-, kirchen- und musikgeschichtlicher Perspektive erarbeitet.

    Weitere Schwerpunkte sind die Erforschung der Übergänge der Handschriften zur Buchkultur am Beispiel mittel- und neulateinischer Paradigmen, die Geschichte der Akademien der Frühen Neuzeit, die Musik des 17. Jahrhunderts im Kontext von Krieg und Frieden, die Beziehungen zwischen Theologie und Volksaufklärung im 18. Jahrhundert, das Rechtsleben und die Rechtsprechung wie z.B. in den Spruchkammern des Alten Reichs.

    Dieses Forschungsprofil spiegelt sich in der Bibliothek des Instituts wider, die als eine sehr gut ausgestattete Forschungsbibliothek für die Frühneuzeitforschung gelten kann, insbesondere für die Bildungsgeschichte und die kulturhistorische Friedensforschung. Die internationale Orientierung des Instituts drückt sich nicht nur in den Forschungsfeldern und den bibliografischen Sammlungen, sondern vor allem durch die vielen internationalen Kontakte aus, welche von Mitgliedern des Institutes kontinuierlich gepflegt werden.

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