Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Herzlich willkommen auf der Homepage des IKFN an der Universität Osnabrück!

Das IKFN widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800). Es gehört damit zu den wenigen deutschen Forschungseinrichtungen, die sich explizit der Frühen Neuzeit zuwenden und für ein möglichst facettenreiches Bild die verschiedenen Blickwinkel und Erkenntnisinteressen mehrerer geisteswissenschaftlicher Disziplinen bündeln. Insgesamt kooperieren im IKFN neun Fächer: Geschichte, germanistische Literaturwissenschaft, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik, Latinistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, evangelische Theologie und katholische Theologie.

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Aktuelles

Vortrag | 29.06.2016 | 18 Uhr c.t.

Bibliotheksbauten in der Frühen Neuzeit

Prof. Dr. Dietrich Erben (Technische Universität München)

Der Vortrag skizziert in einem weiten chronologischen Bogen vom 15. Jahrhundert bis zum späten 18. Jahrhundert die Emanzipation der Bibliothek von einem in größere Baukomplexe eingeliederten Sammlungsraum für Bücher zum speziellen, baulich selbständigen Gebäudetypus. Im Vortrag wird die Bauaufgabe im Kontext des Wandels der Wissenskultur innerhalb der beiden Bildungsbewegungen von Humanismus und Aufklärung beschrieben. Es soll gezeigt werden, wie die immense Zunahme der Buchbestände mit der Verbreitung des Buchdrucks und die Expansion der Wissensinhalte selbst als Prozesse einer Pluralisierung des Wissens auch den Bibliotheksbau bestimmen.

Universitätsbibliothek Osnabrück,
Zimeliensaal 09/114

Vorlesungsreihe des IKFN "Organisiertes Wissen. Institutionen und Praktiken in der Frühen Neuzeit" Sommersemester 2016

Vortrag | 1.06.2016 | 18 Uhr c.t.

Handgeschriebene Bibliotheken als Wissensspeicher. Vom Umgang mit Exzerpten im 18. Jahrhundert

Prof. Dr. Elisabeth Décultot (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Seit der Renaissance wurden die europäischen Gelehrten für gewöhnlich angehalten, Exzerpthefte – mit anderen Worten, Sammlungen von Leseaufzeichnungen– anzulegen. Die allzeit verfügbaren Exzerpthefte, die bei jeder Lektüre mit neuen Informationen angereichert wurden und gelegentlich den Umfang von ganzen handgeschriebenen Bibliotheken einnehmen konnten, waren einerseits Zeugnisse gelehrter Lesetätigkeit und lieferten andererseits wertvolle Baumaterialien für die Herstellung eigener Werke. Mit Exzerptmagazinen haben nicht nur die bedeutendsten Humanisten gearbeitet, sondern auch Schriftsteller nachfolgender Jahrhunderte – wie etwa Winckelmann, Herder und Jean Paul. Gegenstand des Vortrags ist es, die Rolle zu beleuchten, welche diese Wissens- und Textspeicher für das literarische Schaffen des 18. Jahrhunderts gespielt haben.

Universitätsbibliothek Osnabrück,
Zimeliensaal 09/114

Vorlesungsreihe des IKFN "Organisiertes Wissen. Institutionen und Praktiken in der Frühen Neuzeit" Sommersemester 2016

Vortrag | 11.05.2016 | 18 Uhr c.t.

Justus Möser als Agrarreformer - Genossenschaft im Wandel

Dr. Annika Schmitt (Osnabrück)

Als Begleitprogramm zur Ausstellung "Aufklärung & Tradition - Justus Möser (1720-1794): Politiker und Publizist", die aktuell im Kreishaus Osnabrück gezeigt wird, hält Dr. Annika Schmitt (Osnabrück) einen Vortrag über "Justus Möser als Agrarreformer - Genossenschaft im Wandel". Der Osnabrücker Politiker und Publizist Justus Möser gilt in der deutschen Geistesgeschichte als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten Nordwestdeutschlands im Zeitalter der Aufklärung. Seine alle Bereiche des täglichen Lebens im ehemaligen Fürstbistum Osnabrück berührende amtliche Tätigkeit und sein facettenreiches literarisch-publizistisches Schaffen legten den Grund für diese Einschätzung. Insbesondere die "Patriotischen Phantasien" und die "Osnabrückische Geschichte" sicherten seinen Ruhm. 

Ort: Kleiner Sitzungssaal des Kreishauses,
Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück

Frau Dr. Schmitt hat in Amsterdam und Osnabrück Germanistik und Geschichte studiert. Ihre Dissertation über "Naturnutzung und Nachhaltigkeit: Osnabrücker Markenwirtschaft im Wandel (1765-1820)" wurde mit dem Wissenschaftspreis 2015 der Herrenteichslaischaft Osnabrück ausgezeichnet.

Kooperationspartner

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Venedig

Frankreichzentrum
der FU Berlin

Herzog August
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Uni Oldenburg
 

REFO 500
 

Uni Amiens
 

Uni Bordeaux III
 

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