Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Herzlich willkommen auf der Homepage des IKFN an der Universität Osnabrück!

Das IKFN widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800). Es gehört damit zu den wenigen deutschen Forschungseinrichtungen, die sich explizit der Frühen Neuzeit zuwenden und für ein möglichst facettenreiches Bild die verschiedenen Blickwinkel und Erkenntnisinteressen mehrerer geisteswissenschaftlicher Disziplinen bündeln. Insgesamt kooperieren im IKFN neun Fächer: Geschichte, germanistische Literaturwissenschaft, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik, Latinistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, evangelische Theologie und katholische Theologie.

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Aktuelles

Internationale Tagung | Klaipeda | 7.9. bis 10.9.2016

Adelskulturen im Baltikum. Identitäten – Konzepte – Praktiken

In der sich reich entfaltenden europäischen Adelsforschung spielt der baltische Adel kaum eine Rolle. Die Tagung stellt den ersten Schritt dar, die vielschichtigen und vielgestaltigen Adelskulturen des Baltikums vom 16. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in diese Forschungskontexte einzubinden, um auf diese Weise besonders ihre den baltischen Raum überschreitenden Zusammenhänge in den Blick zu rücken und damit neue Forschungsperspektiven zu eröffnen. Der Tagung liegt – orientiert an heutigen kulturwissenschaftlichen Konzepten – ein umfassendes Kulturverständnis zugrunde. Es schließt sowohl literarische und künstlerische Produktion, Mäzenatentum und Gedenkkultur, kulturelle Praktiken (z. B. Geschlechterbeziehungen und Familie, Erziehung und Bildung, Geselligkeit und Repräsentation auf dem Lande wie in der Stadt) als auch Formen politischer Mitsprache und konfessionelle Prägungen.

Im Zentrum stehen die Adelskulturen in Estland und Lettland (das historische Baltikum) sowie in Litauen (das Großfürstentum Litauen), deren jeweilige Spezifik sich in den unterschiedlichen Verflechtungen und Austauschprozessen (Heiratsverbindungen, Migration, kommunikative Netzwerke) untereinander, mit dem russischen Zarenreich, dem Königreich Polen-Litauen, dem Herzogtum und Königreich Preußen sowie den skandinavischen Reichen, insbesondere Schweden ausprägte und wandelte.

Für die Teilnahme an der Tagung fallen keine Gebühren an. Es wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 20.08.2016 unter adelskulturen@uni-osnabrueck.de gebeten.

Veranstaltungsort Klaipėdos universitetas, Aula Magna, Herkaus Manto g. 84, 92294 Klaipėda, Litauen

Veranstalter: Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießener Zentrum Östliches Europa; Universität Osnabrück, Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit; Klaipėdos universitetas, Baltijos regiono istorijos ir archeologijos institutas; Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung

Vortrag | 29.06.2016 | 18 Uhr c.t.

Bibliotheksbauten in der Frühen Neuzeit

Prof. Dr. Dietrich Erben (Technische Universität München)

Der Vortrag skizziert in einem weiten chronologischen Bogen vom 15. Jahrhundert bis zum späten 18. Jahrhundert die Emanzipation der Bibliothek von einem in größere Baukomplexe eingeliederten Sammlungsraum für Bücher zum speziellen, baulich selbständigen Gebäudetypus. Im Vortrag wird die Bauaufgabe im Kontext des Wandels der Wissenskultur innerhalb der beiden Bildungsbewegungen von Humanismus und Aufklärung beschrieben. Es soll gezeigt werden, wie die immense Zunahme der Buchbestände mit der Verbreitung des Buchdrucks und die Expansion der Wissensinhalte selbst als Prozesse einer Pluralisierung des Wissens auch den Bibliotheksbau bestimmen.

Universitätsbibliothek Osnabrück,
Zimeliensaal 09/114

Vorlesungsreihe des IKFN "Organisiertes Wissen. Institutionen und Praktiken in der Frühen Neuzeit" Sommersemester 2016

Vortrag | 1.06.2016 | 18 Uhr c.t.

Handgeschriebene Bibliotheken als Wissensspeicher. Vom Umgang mit Exzerpten im 18. Jahrhundert

Prof. Dr. Elisabeth Décultot (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Seit der Renaissance wurden die europäischen Gelehrten für gewöhnlich angehalten, Exzerpthefte – mit anderen Worten, Sammlungen von Leseaufzeichnungen– anzulegen. Die allzeit verfügbaren Exzerpthefte, die bei jeder Lektüre mit neuen Informationen angereichert wurden und gelegentlich den Umfang von ganzen handgeschriebenen Bibliotheken einnehmen konnten, waren einerseits Zeugnisse gelehrter Lesetätigkeit und lieferten andererseits wertvolle Baumaterialien für die Herstellung eigener Werke. Mit Exzerptmagazinen haben nicht nur die bedeutendsten Humanisten gearbeitet, sondern auch Schriftsteller nachfolgender Jahrhunderte – wie etwa Winckelmann, Herder und Jean Paul. Gegenstand des Vortrags ist es, die Rolle zu beleuchten, welche diese Wissens- und Textspeicher für das literarische Schaffen des 18. Jahrhunderts gespielt haben.

Universitätsbibliothek Osnabrück,
Zimeliensaal 09/114

Vorlesungsreihe des IKFN "Organisiertes Wissen. Institutionen und Praktiken in der Frühen Neuzeit" Sommersemester 2016

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