Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Windrose

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Mittwoch, 22.05.2019 • Aus allen Teilen der Welt. Frühneuzeitliche Sammlungen als
Zentren des Wissens (1550–1650)

Dr. Marika Keblusek (Leiden)

Der Vortrag stellt frühneuzeitliche Sammlungen von exotica, naturalia und mirabilia vor. Diese
Sammlungen fungierten als Zentren des Wissens im frühneuzeitlichen Europa. Im Fokus des Vortrags
steht die Sammlung des niederländischen Gelehrten und Mediziners Bernardus Paludanus
(1500–1633). Sein internationales Netzwerk aus Kaufleuten und Handelsvertretern erlaubte ihm, seine
Wunderkammer in der Hafenstadt Enkhuizen aufzubauen. Sie wurde für Gelehrte wie Fürsten (nicht
zuletzt aus Deutschland) zu einem regelrechten Knotenpunkt im komplexen Netz des Austausches
von bemerkenswerten Objekten wie gelehrtem Wissen.

Beginn: 18:15 Uhr im Zimeliensaal (Raum 09/114) der Universitätsbibliothek Osnabrück
Alte Münze 16.

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Mittwoch, 05.06.2019 • »Tra i laberinti vivaci«. Selbstbewusste BewegungenBarbara
Strozzis im Venedig des 17. Jahrhunderts

Prof. Dr. Sabine Meine (Köln)

Das 400. Geburtsjahr von Barbara Strozzi (geb. 1619) ist Anlass, über die selbstbewussten
Bewegungen der Sängerin und Komponistin im Venedig des 17. Jahrhunderts nachzudenken.
Ausgehend von der Kritik eines Zeitgenossen, der seiner Begeisterung über die „vitalen Labyrinthe“
von Barbaras Gurgel Ausdruck verlieh, zielt der Vortrag auf die labyrinthischen Innenräume Venedigs,
die dank der außerordentlichen Topographie der Inselstadt und einer hohen kulturellen Dichte in der
Frühen Neuzeit ein besonders kreatives Potential innehatten. Das Leben und Wirken Barbara
Strozzis, als (Adoptiv-)Tochter des renommierten Akademikers Giulio Strozzi, wie auch ihre
selbstbewussten Kompositionen, die sie sich als Sängerin offenbar selbst auf den Leib schrieb, sind
als selbstbewusste Bewegungen in venezianischen Innenräumen zu betrachten.

Beginn: 18:15 Uhr im Zimeliensaal (Raum 09/114) der Universitätsbibliothek Osnabrück
Alte Münze 16.

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Mittwoch, 26.06.2019 • Mehr materiell als virtuell? Die Miniaturwelt der Auguste
Dorothea von Schwarzburg (1666–1751)

Dr. Annette C. Cremer (Gießen/Cambridge)

Als Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg wird Auguste mit dem Schwarzburger Grafen Anton
Günther II., einem begeisterten Numismatiker, vermählt. Die Ehe bleibt kinderlos und das zu
regierende Territorium klein und politisch ohne Macht. Über sechzig Jahre ihres Lebens konstruiert
Auguste gemeinsam mit ihrem Hofstaat die Puppenstadt ‚Mon Plaisir‘ mit über 80 Szenen, mehreren
Tausend Objekten und heute noch erhaltenen 400 Figurinen. Auguste schuf damit ein
dreidimensionales Portrait einer mitteldeutschen Residenzstadt in der ersten Hälfte des 18.
Jahrhunderts. Vor allem jedoch schuf sie einen idealen gedanklichen Ort in ihrer Miniaturwelt, denn
ihre eigene Lebensrealität war mitunter völlig verschieden von dem Bild, das sie uns davon hinterließ.

Beginn: 18:15 Uhr Schloss (Raum 11/212) der Universität Osnabrück Neuer Graben 29/Schloss.

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